Übersicht der Berliner Freiräume auf ParcView

Bernd Kraft • Beiträge auf PARCVIEW


Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park

Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park ist eines von drei unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkrieges errichteten Mahnmalen in Berlin. Es ist zugleich ein Soldatenfriedhof mit vielen Einzelgräbern.

Schlosspark Glienicke

Eingebettet in die einzigartige Kulturlandschaft Potsdams und Berlins ist der Glienicker Park ein bedeutendes Dokument der Gartenkultur des 19. Jahrhunderts. Seit 1990 steht der Park - zusammen mit den Schlössern und Parks von Sanssouci in Potsdam und der Pfaueninsel in Berlin - als Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO. Nachdem die Anlage in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts immer mehr verwilderte, begann man ab 1978 mit der Wiederherstellung des Parks. Ziel der konservatorischen Arbeiten war, die Anlage in einen Zustand, wie er 1850 existierte, wieder zu versetzen. Der preußische Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg hatte das Gut 1814 gekauft und den Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné beauftragt, das Gelände umzugestalten. Zwei Jahre später legte Lenné einen Entwurf für den Bereich zwischen Schloss und Havelbrücke vor. Es entstand ein Landschaftsgarten mit raumbildenden Gehölzen, Rasenflächen, die sich weit zur Havel hinunter öffnen und einem geschwungenen Wegenetz mit Ausblick auf die Havellandschaft. Das Schloß und die im Park befindlichen Gebäude wurden nach italienischen Vorbildern von den Architekten Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius ergänzt und umgebaut. Zusammen mit dem Böttcherberg und dem gegenüberliegenden Jagdschlosspark stellt der Glienicker Park in seiner Einheit von Architektur und Garten heute wieder ein herausragendes Gesamtkunstwerk dar.

Pfaueninsel

Die Pfaueninsel, die wegen der Kanienchenzucht von Friedrich Wilhelm I. ursprünglich den Namen Kaninchenwerder trug, ist heute eines der beliebtesten Ausflugsziele vieler Berliner und Besucher aus aller Welt. Die unter Naturschutz stehende Insel gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Seit 1990 steht sie zusammen mit den Schlössern und Parks von Sanssouci in Potsdam und Glienicke in Berlin als Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO. Ursprünglich bestand die Pfaueninsel aus zwei Teilen, einer größeren Süd- und einer kleineren Nordinsel. In den Jahren 1821 bis 1834 wurde sie nach Plänen von Peter Joseph Lenné in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild umgestaltet und mit wertvollen botanischen Gewächsen, versteckten Tiergehegen und Menagerien für exotische Tiere bestückt. Lenne´s Konzept sah für weite Teile der Insel den Erhalt des alten Baumbestandes vor. Ein neu angelegtes Wegenetz und die bis heute erhaltenen Sichtachsen sind die wesentlichen Eingriffe des Gartenarchitekten in die Natur des Eilandes. Die Pfaueninsel ist eingebettet in eine historische, vielschichtige Kulturlandschaft und konnte über Jahrhunderte ihren märchenhaften Charakter erhalten. Ein Großteil der Insel ist Wald- und Wiesenfläche mit einem bemerkenswerten Eichenbestand, der teilweise mehrere hundert Jahre alt ist. Bei der Natur- und Denkmalpflege orientiert man sich an die Zeit um 1835, der Blütezeit der Insel. Mit einer Fähre können die Besucher zur Insel übersetzen, deren Hauptattraktion die freilaufenden Pfauen sind.

Stalin-Allee/Karl-Marx-Allee

Die Karl-Marx-Allee führt vom Alexanderplatz über den Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor, wo sie in die Frankfurter Allee übergeht. Sie ist eine der acht Ausfallstraßen, die im radialen System vom historischen Zentrum Berlins aus der Stadt führen. Heute findet man hier viele unterschiedliche Geschäfte, Designer-Läden, Galerien, Cafés, Bars und Clubs sowie das legendäre Café Moskau und das Kino International. 1961 erhielt die Straße ihren heutigen Namen nach dem deutschen Philosophen und Volkswirtschaftler Karl Marx. 1949 hatte man die Große Frankfurter Straße aus Anlass des 70. Geburtstages von Josef Stalin in Stalinallee umbenannt. Die schnurgerade Prachtstraße ist geprägt durch ihre Wohnblöcke aus den 1950er Jahren mit bis zu 14 Stockwerken. Gebaut wurde im Stil des Sozialistischen Klassizismus, ein Stil, der von der Sowjetunion in alle sozialistischen Bruderstaaten importiert wurde. Die Bauten waren als Arbeiterpaläste konzipiert worden, eine Demonstration sozialistischer Ingenieurskunst. Die monumental breite Karl-Marx-Allee war ausdrücklich nicht nur für den Straßenverkehr bestimmt, sie wurde auch alljährlich für Demonstrationszüge und Ehrenparaden genutzt.

Volkspark Jungfernheide

Der Volkspark Jungfernheide bietet eine Vielzahl von Sport- und Erholungsmöglichkeiten. Mit seinen zahlreichen Liegewiesen, den Sport- und Spielplätzen, dem Badeteich und vielen weiteren Freizeitangeboten dient die Jungfernheide der Erholung der Bürger und wird für zahlreiche Ausflüge und kulturelle Unternehmungen genutzt. In diesem Sinne wurde er auch 1920 – 1926 nach den Plänen von Erwin Barth konzipiert und geplant. Das östlich von Spandau gelegene ehemalige Wald- und Heidegebiet erhielt seinen Namen nach den „Jungfern“ des Spandauer Nonnenklosters, gegründet 1239. Die Gestaltungskonzeption Barths sah nur geringfügige Eingriffe in den dichten Waldbestand (Kiefern, Eichen und Buchen) vor. Die Erschließung des Parks erfolgt über einen ca. vier km langen Rundweg, von dem in regelmäßigen Abständen zahlreiche geradlinige Wege zu den Kernbereichen des Parks mit seinen großen Liegewiesen verlaufen. Den optischen Mittelpunkt bildet ein 38 m hoher Wasserturm. Durch den Krieg, den Flugplatz- und Stadtautobahnbau wurde das heutige Gartendenkmal stark in Mitleidenschaft gezogen. Mitte der 1980er Jahre wurden zahlreiche Rekonstruktionsmaßnahmen an den Parkanlagen und verschiedenen Baulichkeiten durchgeführt. Damit erhielt der Volkspark Jungfernheide sein heutiges Erscheinungsbild.

Savignyplatz

1894/95 wurde der Platz beidseitig der Kantstraße als typischer Schmuckplatz zur Durchlüftung und Auflockerung im Rahmen der Bebauung erstmals gestaltet. 1926/27 gab ihm der damalige Städtische Gartenbaudirektor Erwin Barth mit Sitzlauben, Staudenrabatten und einem Spielplatz eine neue Form. Damit sollten Wohnungen ohne eigenen Freiraum durch einen grünen Stadtplatz ergänzt werden. Nach zahlreichen zwischenzeitlichen Veränderungen wurde er 1985/86 in der von Barth gestalteten Form durch Hannelore Kossel wiederhergestellt, jedoch ohne Spielplatz. Erwin Barth schuf zahlreiche Plätze in dieser Art, zunächst in Charlottenburg, später auch in anderen Bezirken Berlins.

Viktoria-Luise-Platz

Der Viktoria-Luise-Platz ist heute ein beliebter Ort zum Verweilen. Er wird vorwiegend von Anwohnern und vor allem von den Studierenden der nahe gelegenen Lette-Schule genutzt. Er ist nach Viktoria Luise von Preußen, der einzigen Tochter von Kaiser Wilhelm II, benannt und wurde mit einem großen Fest am 9. Juni 1900 eingeweiht. Der Platz wurde als ein hervorragendes Beispiel eines gärtnerischen Schmuckplatzes der Kaiserzeit nach dem prämierten Entwurf Fritz Enckes angelegt. Enkes Entwurf ging über den im 19. Jahrhunderts vorherrschenden Typus des ausschließlich repräsentativen Schmuckplatzes hinaus. Er war ein Vertreter der Reformbewegung und lieferte mit seinem Entwurf ein frühes Beispiel für die Verbesserung der städtischen Wohnqualität durch "soziales Grün". Bis 1957 blieb die Struktur des Platzes fast unverändert, danach erfolgte eine rigorose Umgestaltung ohne Rücksicht auf auf die historischen Gegebenheiten. In den Jahren 1979/1980 wurde der Platz nach historischem Vorbild wieder hergestellt. 1995 folgte als letzter wesentlicher Schritt der Instandsetzungen der Brunnen mit der großen Fontäne. In der Umgebung gibt es eine Vielzahl von Restaurants und Cafés, die beliebte Treffpunkte sind.

Volkspark Friedrichshain

Der Volkspark ist die erste kommunale Parkanlage Berlins, die im 19. Jahrhundert für die zunehmend in beengten Wohnverhältnissen lebenden Menschen zur Erholung angelegt wurde. Noch heute ist der älteste Volkspark Berlins mit seinen großen Liegewiesen, Spielplätzen, dem Freiluftkino, dem Ententeich und einer Cafeteria ein beliebter Ausflugsort für die Berliner Bevölkerung.

Parkanlage Schlesischer Busch

Schon ein Jahr nach dem Mauerfall begann die Umplanung des 9,2 ha großen Geländes zu einem innerstädtischen Park. Ziel war es, bei der Umplanung einen Grünzug vom Görlitzer- zum Treptowerpark zu schaffen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich das Gelände des heutigen Parks noch außerhalb der Berliner Stadtgrenze, die unmittelbar hinter dem Schlesischen Tor begann. Dort befand sich ein Mischwald, der zur Cöllnischen Heide gehörte. Der Wald überlebte die verschiedenen Nutzungsänderungen. In Plänen von 1850 und 1859 sind ein Turnplatz sowie eine Baumschule verzeichnet. 1864 fertigte der Städtische Gartendirector zu Berlin Johann Heinrich Gustav Meyer einen ersten Entwurf für den Treptower Park an, in dem er das Gelände des heutigen Parks einbezog. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Schlesische Busch zu einem wichtigen Naherholungsgebiet der dicht bewohnten Stadtteile Kreuzberg und Treptow. Nach dem Bau der Mauer wurde im Juni 1974 ein Grenzstreifen angelegt, somit wurde der größte Teil des Parks als Grenzanlage von der DDR genutzt. Die Wiedereröffnung fand 1994 statt.

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