Berliner Mauerstreifenparks in der Übersicht

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Parkanlage Schlesischer Busch

© 2012 Bernd Kraft | bk Parkanlage Schlesischer Busch

© 2012 Bernd Kraft | bk Wachturm

Der viergeschossige Turm der ehemaligen Grenztruppen der DDR ist einer von drei noch erhaltenen Wachtürmen im Stadtgebiet von Berlin. Die Erhaltung des Bauwerks ist dem Künstler Kalle Winkler zu verdanken, der sich bereits vor der förmlichen Aufgabe der Grenzsicherung am 1. Juli 1990 für den Erhalt des Turms engagierte und das "Museum für Verbotene Kunst" gründete. Der seit 1992 unter Denkmalschutz stehende Turm wurde 2004 denkmalgerecht saniert und wird noch heute von dem Verein Flutgraben e.V. für Ausstellungszwecke genutzt.

© 2012 Bernd Kraft | bk Teilstück Grenzanlage

Im südlichen Teil der Parkanlage befindet sich eine erhalten gebliebene Plattenwand, die ein Teilstück der ehemaligen Grenze des geteilten Berlins bildete. Diese Betonelemente zwischen Stahlstützen dienten zur Sicherung des Geländes im Vorfeld der eigentlichen Grenzanlage. Diese Plattenwand steht seit 2005 unter Denkmalschutz.

© 2012 Bernd Kraft | bk Flutgraben

Der Flutgraben entstand mit dem Ausbau des Landwehrkanals in den Jahren 1845 bis 1850 und begrenzt die Parkanlage auf der westlichen Seite. Der Graben bildet heute die Grenze zwischen den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow und war somit während der deutschen Teilung Bestandteil der Grenze zwischen West- und Ostberlin.

© 2012 Bernd Kraft | bk Baumbestand

Es konnte der Fortbestand von rund 120 Eichen in einem Alter um die 200 Jahre gesichert und mit über 100 Neupflanzungen an ausgewählten Eichenstandorten ergänzt werden.

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Parkanlage Schlesischer Busch


Schon ein Jahr nach dem Mauerfall begann die Umplanung des 9,2 ha großen Geländes zu einem innerstädtischen Park. Ziel war es, bei der Umplanung einen Grünzug vom Görlitzer- zum Treptowerpark zu schaffen.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich das Gelände des heutigen Parks noch außerhalb der Berliner Stadtgrenze, die unmittelbar hinter dem Schlesischen Tor begann. Dort befand sich ein Mischwald, der zur Cöllnischen Heide gehörte. Der Wald überlebte die verschiedenen Nutzungsänderungen. In Plänen von 1850 und 1859 sind ein Turnplatz sowie eine Baumschule verzeichnet. 1864 fertigte der Städtische Gartendirector zu Berlin Johann Heinrich Gustav Meyer einen ersten Entwurf für den Treptower Park an, in dem er das Gelände des heutigen Parks einbezog.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Schlesische Busch zu einem wichtigen Naherholungsgebiet der dicht bewohnten Stadtteile Kreuzberg und Treptow.
Nach dem Bau der Mauer wurde im Juni 1974 ein Grenzstreifen angelegt, somit wurde der größte Teil des Parks als Grenzanlage von der DDR genutzt.

Die Wiedereröffnung fand 1994 statt.


Sehenswürdigkeiten • Attraktionen

Wachturm, alter Baumbestand, Hinterlandmauer


Dieser Beitrag wurde verfasst von Bernd Kraft

© 2012 Alle Rechte vorbehalten. • Letzte Aktualisierung am 27.08.2012.

Adresse

Puschkinallee
12435 Berlin (Treptow)

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Zugang / Eintrittspreise

keine Eintritt

Öffnungszeiten

unbeschränkt zugänglich

Anfahrt

ÖPNV

U-Bahn: Schlesisches Tor
Bus:265

Projektdaten

Größe 9,2 Hektar

Weitere Informationen (Links)

Planung & Konzeption

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