Übersicht der Berliner Freiräume auf ParcView

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1960 - 1964

1965 - 1989

1990 - 2009

© 1962 Unbekannter Fotograf | Stiftung Berliner Mauer

Die Bernauer Straße im Dezember 1962 Die Fenster der Häuser auf Ost-Berliner Seite sind bereits zugemauert.

© 1962 Ulrich Zimmer | Stiftung Berliner Mauer

Die Versöhnungskirche 1962 Der zugemauerte Zugang zur Versöhnungskirche, die nun im Ostteil der Stadt liegt. Die westlichen Mitglieder der Gemeinde sind nun von den Gottesdiensten ausgeschlossen.

©  Michael-Reiner Ernst | Stiftung Berliner Mauer

Die Bernauer Straße auf Höhe der Brunnenstraße Hinter der Mauer auf Höhe der Poller befindet sich der nun versperrte Zugang zur U-Bahn, Anfang 1960er Jahre.

©  Michael-Reiner Ernst | Stiftung Berliner Mauer

Das Mahnmal für Olga Segler in der Bernauer Straße Die 80-Jährige stürzte bei einem Fluchtversuch aus dem Fenster ihrer Wohnung ab und starb am folgenden Tag an einem Herzleiden, das sich nach dem Sturz verschärft hatte, Anfang 1960er Jahre.

© 1961 Gerhard Ringwelski | Stiftung Berliner Mauer

Die Bernauer Straße Die Bernauer Straße an der Einmündung der Ruppiner Straße, 1961/62

© 1963 Manfred Adamczak | Stiftung Berliner Mauer

Verstärkung der Mauer Verstärkung der 1961 errichteten Mauer durch Betonplatten an der Einmündung der Ackerstraße in die Bernauer Straße, 1963.

Die Bernauer Straße in den frühen 1960er Jahren

Bis 1945 war die Bernauer Straße eine lebhafte Wohnstraße mit kleinen Geschäften an der Grenze zwischen den Berliner Innenstadtbezirken Wedding und Mitte. Die nördliche Seite sowie Straße und Bürgersteige gehörten zum Wedding. Die auf der südlichen Seite gelegenen Häuser gehörten zu Mitte. Als die Siegermächte Berlin nach dem Krieg 1945 in Sektoren teilten, wurde die Stadtteilgrenze zur Sektorengrenze.

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Dies hatte zunächst noch keine wesentlichen Folgen. Zunehmende Konflikte zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion führten in den folgenden Jahren aber auch in Berlin zu einer stetig zunehmenden Trennung zwischen Ost und West. Der Personen- und Warenverkehr an den Sektorengrenzen wurde von der Volkspolizei überwacht. Trotz der Teilung Deutschlands in DDR und Bundesrepublik 1949 konnten die Bewohner der im sowjetischen Sektor gelegenen Häuser der Bernauer Straße jedoch ohne wesentliche Behinderung oder Kontrolle ihr Haus verlassen und damit den französischen Sektor betreten.

Dies änderte sich mit dem Mauerbau am 13. August 1961. Türen und Erdgeschossfenster wurden verschlossen, der Zugang war nur noch durch den Hintereingang möglich. Viele Bewohner der Grenzhäuser entschlossen sich unmittelbar nach den Sperrmaßnahmen spontan zur Flucht. Sie seilten sich aus ihren Wohnungen ab oder sprangen aus dem Fenster in die bereitgehaltenen Sprungtücher der West-Berliner Feuerwehr. Einige verletzten sich dabei schwer. Auch die ersten Todesopfer des Grenzregimes waren hier zu beklagen. Wenige Wochen nach dem Mauerbau wurden die Häuser geräumt, die verbliebenen Bewohner zwangsumgesiedelt und Fenster und Türen vermauert. Die Bernauer Straße entwickelte sich so zu einem Brennpunkt der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Folgen des Mauerbaus für die Bewohner der geteilten Stadt wurden hier in besonders brutaler Weise deutlich.

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© 1971 William David Owen | Stiftung Berliner Mauer

Der Mauerverlauf Der Mauerverlauf an der Kreuzung Bernauer Straße, Schwedter Straße und Oderberger Straße, November 1971.

© 1980 Margret Nissen | Stiftung Berliner Mauer

Fassadenreste in der Bernauer Straße Die Fassadenreste der abgerissenen Häuser an der Bernauer Straße/ Ecke Ruppiner Straße. Sie dienten bis zur Errichtung der Mauer aus Betonfertigteilen als Grenzmauer, August 1980.

© 1978 Eckart Wittmann | Stiftung Berliner Mauer

Bernauer Straße und Versöhnungskirche 1978

© 1980 Margret Nissen | Stiftung Berliner Mauer

Die „Grenzmauer 75“ Die Bernauer Straße auf Höhe der Bergstraße. In den 1970er Jahren entfernte die DDR die letzten Reste der Hausfassaden und setzte an ihrer Stelle eine „moderne Mauer“ aus Betonfertigteilen, August 1980.

© 1980 Margret Nissen | Stiftung Berliner Mauer

Der Grenzstreifen Bernauer Straße, auf Höhe der Ackerstraße. Hinter der Grenzmauer schufen die DDR-Grenztruppen einen beleuchteten Grenzstreifen, der von einer sogenannten Hinterlandmauer in Richtung Ostberlin abgegrenzt wurde, August 1980.

© 1980 Margret Nissen | Stiftung Berliner Mauer

Die Versöhnungskirche im Grenzstreifen Die Versöhnungskirche stand seit 1961 im Grenzstreifen. 1985 sprengten die DDR-Grenztruppen die Kirche, um ein freies Schussfeld zur Verhinderung von Fluchtversuchen zu schaffen, August 1980.

© 1985 Unbekannter Fotograf | Versöhnungsgemeinde

Die Versöhnungskirche im Grenzstreifen Die Sprengung des Kirchturms der Versöhnungskirche, Januar 1985

Die Bernauer Straße zwischen Ende der 1960er Jahre und 1989

Aufgrund der spektakulären Fluchtversuche und einiger Todesfälle gelangte die Bernauer Strasse auch außerhalb Berlins zu trauriger Berühmtheit. Vor allem in den 1960er Jahren wurden hier die bekanntesten und erfolgreichsten Fluchttunnel gegraben.

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Mit dem Aufbau einer Absperrung aus vorgefertigten Betonelementen, der „Grenzmauer 75“ ab 1975, erreichte die Berliner Mauer auch hier ihre letzte Ausbaustufe. Die Sprengung der Versöhnungskirche 1985, die seit dem Mauerbau unzugänglich im Grenzstreifen stand und von den DDR-Grenztruppen zeitweise als „Wachturm“ genutzt wurde, dokumentierte erneut die zerstörerischen Folgen der Mauer für die Berliner und den Willen der DDR-Führung, das Grenzregime mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten.

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© 1990 Margret Nissen | Stiftung Berliner Mauer

Nach dem Mauerfall Betonelemente der „Grenzmauer 75“ neben dem Postenweg im Grenzstreifen, Juni 1990.

© 1990 Margret Nissen | Stiftung Berliner Mauer

Nach dem Mauerfall Postenweg und Lichttrasse im Grenzstreifen. Links die Grenzmauer zur Bernauer Strasse, rechts die Hinterlandmauer nach Ost-Berlin, Juni 1990.

© 1990 Margret Nissen | Stiftung Berliner Mauer

Nach dem Mauerfall Blick in die Strelitzer Straße nach Abriss der Mauer. Im Vordergrund der frühere Grenzstreifen, Juni 1990.

© 1990 Margret Nissen | Stiftung Berliner Mauer

Nach dem Mauerfall Berliner besichtigen den ehemaligen „Todesstreifen“ an der Bernauer Straße. Im Vordergrund ein Wachturm der DDR-Grenztruppen (Typ BT 9), Juni 1990.

Die Bernauer Straße zwischen 1990 und 2009

Mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 endete auch das DDR-Grenzregime an der Bernauer Straße. Schon in der Nacht vom 10. zum 11. November 1989 wurden zwischen der Bernauer und der Eberswalder Straße die ersten Segmente aus der Mauer gebrochen, um einen neuen Übergang zwischen Ost- und West-Berlin zu schaffen. Auch der offizielle Abriss der Grenzanlagen wurde im Juni 1990 an der Bernauer Straße, Ecke Ackerstraße begonnen. Damit wurde die Straße erneut zum historischen Brennpunkt.

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Am 2. Oktober 1990, am Tag vor der Wiedervereinigung, stellte der Ost-Berliner Magistrat den Grenzabschnitt am Sophienfriedhof unter Denkmalschutz. 1994 wurde ein Wettbewerb ausgelobt, der die Gestaltung eines Denkmals für die Opfer des Mauerbaus und in Erinnerung an die Teilung der Stadt zum Ziel hatte. Das Denkmal an der Einmündung der Ackerstrasse in die Bernauer Strasse wurde am 13. August 1998 eingeweiht.

Schon 1997 gründete sich auf Initiative des Berliner Senats der Verein Berliner Mauer. Er bildete den Trägerverein des heutigen Dokumentationszentrums im Gemeindehaus der Versöhnungsgemeinde, das zum 10. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 1999 eröffnet wurde. Das Dokumentationszentrum ergänzt das Denkmal durch Sachinformationen und politische Bildungsarbeit. Im Jahr 2000 erfolgte auf dem ehemaligen Grenzstreifen, am Ort der früheren Versöhnungskirche, die feierliche Einweihung der Kapelle der Versöhnung. Hier wird regelmäßig der Opfer des Grenzregimes gedacht.

Der fast vollständige Abriss der Grenzanlagen führte zum paradoxen Ergebnis, dass nur wenige aussagekräftige Anknüpfungspunkte für die Vermittlung der Geschichte von Mauer und Grenzregime erhalten geblieben sind. Das im Jahr 2006 vom Berliner Senat verabschiedete Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer sieht deshalb eine Stärkung der verschiedenen Mauerorte in Berlin vor. Auf Grundlage des Konzeptes beschloss der Senat 2009 die Gründung der Stiftung Berliner Mauer. Im selben Jahr begannen die Arbeiten an der Außenausstellung auf dem ehemaligen Mauerstreifen an der Bernauer Straße. Dieser 1,3 km lange und 4.4 ha große Freiraum wurde zu einer neuartigen Erinnerungslandschaft umgestaltet. Die noch verbliebenen Spuren der Berliner Mauer wurden hierbei erhalten.

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Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

 

© 2010 Stiftung Berliner Mauer/Jürgen Hohmuth/zeitort | Stiftung Berliner Mauer Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

 

© 2011  | sinai Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

© 2011 P. Hausdorf | sinai Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© 2011  | sinai Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

 

© 2011 Stiftung Berliner Mauer/Jürgen Hohmuth/zeitort | Stiftung Berliner Mauer Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

 

 

 

 

 

© 2011  | sinai Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

© 2011 Stiftung Berliner Mauer/Jürgen Hohmuth/zeitort | Stiftung Berliner Mauer Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

 

 

© 2011  | sinai Gedenkstätte Berliner Mauer

© 2011 Stiftung Berliner Mauer/Jürgen Hohmuth/zeitort | Stiftung Berliner Mauer Gedenkstätte Berliner Mauer

 

 

 

 

© 2011  | sinai Gedenkstätte Berliner Mauer

Video Zeitblende Stories

Gedenken + Erinnern

Die Ausstellung

Themen

Orientierungsmodel

Relikte + Nachzeichnung

Nachzeichnungen

Hinterlandmauer

Grenzmauer

Informationsstelen

Brandwände

Brandwände

Das Besucherzentrum

Grenzmauer

Hinterlandmauer

Nachzeichnungen

Postenweg

Signalzaun

Fluchttunnel

Wachturm

Archäologisches Fenster

Grundmauern Kirche der Versöhnung

Grenzhaus Souterrain mit vermauertem Fenster

Fenster des Gedenkens

Ereignismarken

Brandwände

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Kapelle der Versöhnung

Die Kapelle der Versöhnung auf dem ehemaligen Grenzstreifen wurde genau an dem Ort errichtet, an dem die Versöhnungskirche stand. Seit dem Mauerbau 1961 lag die Kirche der Evangelischen Versöhnungsgemeinde unerreichbar im Todesstreifen und wurde zum mahnenden Symbol der Teilung Deutschlands und Europas. Im Zuge des Grenzausbaus wurde sie 1985 auf Befehl der DDR-Regierung gesprengt. Nach der Wiedervereinigung wurde die Kapelle über den Fundamenten des Chorraums der Versöhnungskirche errichtet.

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Fenster des Gedenkens

Das Fenster des Gedenkens ist der zentrale Gedenkbereich für die 136 Todesopfer an der Berliner Mauer. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Sophienfriedhofs parallel zu den Resten der dahinterliegenden Vorderlandmauer. Jedem Opfer wird mit einer bedruckten Glastafel in einer Nische gedacht. Unter der Nische befindet sich eine Textgravur, welche die Namen und Lebensdaten der einzelnen Opfer abbildet. Durch die gewählten Materialien ergibt sich eine sinnliche Überlagerung aus Portrait und Mauerkulisse.

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Todeszeichen

Weitere Orte des Gedenkens werden durch dreidimensionale Todeszeichen aus Cortenstahl markiert. Sie erinnern an die sieben Todesorte der Opfer an der Bernauer Straße und befinden sich im Gehwegbereich in der Nähe der historischen Erinnerungstafeln. Sie besitzen eine Bild- und Texttafel in einer Nische auf der Vorderseite. Auf der Rückseite befindet sich eine Gravur mit Namen und Lebensdaten der jeweiligen Person.

© 2011 P.Hausdorf | sinai

Gedenken + Erinnern

Das Gesamtkonzept ergibt sich aus der sorgfältigen Formulierung eines zentralen Ortes zum Gedenken an die Opfer der Mauer sowie zum Informieren. Durch die Einbeziehung des weitgehend erhaltenen ehemaligen Grenzstreifens der Berliner Mauer ist das Gedenk-Ensemble in seinen authentischen stadträumlichen Zusammenhang eine Einrichtung von internationaler Bedeutung.

 

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Besucherzentrum

Das Besucherzentrum markiert die Ecke Bernauer Straße / Gartenstraße und symbolisiert mit den Fassadenausrichtungen das Abknicken der ehemaligen Mauer nach Norden. Die Fassade des Besucherzentrums aus rostigem, wetterfestem Baustahl unterstreicht die Zugehörigkeit zur Gedenkstätte. Das Innere des Gebäudes wird von Sichtbetonflächen und Zementestrich geprägt, die das Besucherzentrum als Fortführung der Außenausstellung und somit des Außenraums identifizieren.

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Orientierungsmodell

An wichtigen Einstiegspunkten zur Gedenklandschaft finden sich Orientierungsmodelle. Die Modelle zeigen im Maßstab 1:500 den Verlauf des Todesstreifens mit den Grenzsicherungsanlagen zwischen dem Nordbahnhof und dem Mauerpark. Die Orientierungshilfe im Gelände dient dem direkten Vergleich vom Gestern und Heute.

© 2011  | sinai

Informationsstelen

Die Gedenklandschaft erschließt sich sowohl über die emotionale Annäherung als auch kognitiv. Dementsprechend wird ein Angebot mit unterschiedlichen Informationsstelen gemacht; Bild- und Textstelen, Audio- und Videostelen sowie Fernrohrstelen mit Überblendungen aktueller Aufnahmen mit historischem Bildmaterial.

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Ereignismarken

Die Ereignismarken markieren historische Ereignisorte. Die Textgravur beschreibt mit einem Schlagwort ein Ereignis. Zusätzliche Informationen lassen sich separat in einer Dokumentation nachlesen.

© 2011  | sinai

Brandwände

In direkter Nachbarschaft zum Planungsareal befinden sich mehrere Berliner Altbauten mit Brandwänden. Diese tragen großflächige Wandbemalungen nach historischen Vorlagen. Die Brandwände liegen an den signifikanten Punkten der Gedenklandschaft und stimmen thematisch auf die Inhalte der Ausstellung ein.

© 2011  | sinai

Die Ausstellung

Ein dichtes Gewebe von Ereignissen prägt den Raum der Gedenkstätte. Das Besucherzentrum und die Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte erzählen die umfangreiche Geschichte der Berliner Mauer und berichten vom Leid und Schrecken dieses Bauwerkes, dessen räumliche Gliederung und Ausdehnung über zahlreiche Nachzeichnungen aus rostigem Stahl sichtbar wird.

 

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Die Mauer und der Todesstreifen

Dieser Bereich gegenüber vom Besucherzentrum fungiert als Hauptzugang. Hier befinden sich original erhaltene Abschnitte der Grenzanlagen, die die Brutalität von Mauer und Grenzregime deutlich machen, sowie das Fenster des Gedenkens an die mehr als 136 Todesopfer der Berliner Mauer.

© 2010 Stiftung Berliner Mauer/Jürgen Hohmuth/zeitort | Stiftung Berliner Mauer

Die Zerstörung der Stadt

Hier werden die Schicksale der Bewohner, ihre Fluchten und ihre Vertreibung aus den später abgerissenen Grenzhäusern erzählt. Die Keller eines ehemaligen Grenzhauses wurden freigelegt, die Konturen der ehemaligen Häuser und der gesprengten Versöhnungskirche werden nachgezeichnet.

© 2011 Stiftung Berliner Mauer/Jürgen Hohmuth/zeitort | Stiftung Berliner Mauer

Der Bau der Mauer

Themen dieses Bereichs sind der Prozess des Ausbaus der Grenzanlagen sowie die damit verbundenen Folgen für die Bewohner der angrenzenden Gebiete. Dadurch wird das immer perfekter funktionierende System von Mauerbau, Überwachung und Grenzsicherung sichtbar.

© 2011 Stiftung Berliner Mauer/Jürgen Hohmuth/zeitort | Stiftung Berliner Mauer

Alltag an der Mauer

Dieser Bereich ist durch die dichte Ereignisgeschichte während der Mauerzeit geprägt. Zahlreiche Fluchten, Protestaktionen, politische Demonstrationen und Besuche sowie Medienereignisse werden am authentischen Ort dokumentiert.

© 2011 Stiftung Berliner Mauer/Jürgen Hohmuth/zeitort | Stiftung Berliner Mauer

Themen

Obwohl bei der Gedenklandschaft keine klaren Eingänge formuliert sind, ist das Gesamtkonzept unterlagert von einer Ausstellungschoreografie. Der Abschnitt A beschreibt „Die Mauer und der Todesstreifen“, Abschnitt B mit der „Zerstörung der Stadt“. Abschnitt C trägt die Überschrift „Der Bau der Mauer“. An der Schwedter Straße, dort wo das erste Mauerelement aus der Grenzbefestigung entfernt wurde, bis zur Brunnenstraße wird „Es geschah an der Mauer“ diskutiert.

 

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Orientierungsmodel

© 2011  | sinai

Orientierungsmodel

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Orientierungsmodel

An wichtigen Einstiegspunkten zur Gedenklandschaft finden sich Orientierungsmodelle. Die Modelle zeigen im Maßstab 1:500 den Verlauf des Todesstreifens mit den Grenzsicherungsanlagen zwischen dem Nordbahnhof und dem Mauerpark. Die Orientierungshilfe im Gelände dient dem direkten Vergleich vom Gestern und Heute.

 

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Grenzmauer

Entlang der Bernauer Straße lassen sich partiell Originalelemente der Grenzmauer finden. Dort, wo sie nach 1989 entfernt wurden, zeichnen Re-Kartierungen aus Stahl den historischen Mauerverlauf nach. Die vorhangartige Reihung von Rundstäben bildet dabei eine gedankliche Fortführung der von Mauerspechten freigelegten Bewehrungseisen. Wesentlicher Aspekt: die raumwirksame Nachbildung der Linie von ikonografischen Mauerwinkeln entlang der Bernauer Straße, die für „die Mauer“ an sich stehen.

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Hinterlandmauer

Die Hinterlandmauer schirmte die Bürger der DDR vom Todesstreifen ab. Nicht als massives Betongebilde, sondern als in Stahlträger eingespannte großformatige Betonplatten. Diese sind in weiten Teilen entfernt worden, die Stahlträger jedoch nicht. Die Fragmente bleiben erhalten und werden an den Fehlstellen durch eine Re-Kartierung aus Stahl ergänzt.

© 2011  | sinai

Postenweg

Der Postenweg führt mit seiner Länge von 1,3 km nahezu unverbaut durch die Gedenklandschaft: Als Rückgrat der Ausstellung verbindet er den Nordbahnhof mit dem Mauerpark und verknüpft dabei die vier Ausstellungsbereiche. Der Postenweg war ursprünglich aus Asphalt und Beton hergestellt. An den verloren gegangenen Streckenabschnitten markieren flach eingelegte Stahlplatten die ehemalige Trassenführung. Mit seiner rostigen Erscheinung bildet die Re-Kartierung eine markante Besucherführung.

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Signalzaun

Der Signalzaun war bis 1989 eine kaum sichtbare Grenzsicherung. Unscheinbare Betonpfosten waren mit dünnen, horizontal verlaufenden Drähten als Impulsgeber versehen. Wurden die Drähte bei Fluchtereignissen berührt, löste dies in den Wachtürmen einen Alarm aus. Da sich Relikte kaum wiederfinden, wird dieses perfide System durch eine flach auf dem Boden liegende Strich-Linie dokumentiert.

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Wachturm

Die Beobachtungstürme auf dem Mauerstreifen stehen per se für die Bewachung der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin. An der Strelitzer Straße beschreibt eine zwölf Meter hohe Stahlskulptur die exakte Lage und Größe des bis 1989 dort aufgestellten Wachturms des Bautyps BT09. Ein Originalturm befindet sich an der Bernauer Straße, Ecke Ackerstraße.

© 2011 P.Hausdorf | sinai

Grenzhäuser

Bis in die 1960er Jahre wurde die Bernauer Straße begleitet durch eine geschlossene Blockrandbebauung. Zunächst wurden von den Grenztrupps die Fenster der Erdgeschosse zugemauert, dann die der Obergeschosse. Später wurde die Bebauung abgerissen; nur die Fassaden blieben als „Sperrmauer“ erhalten. Da der Abriss der sogenannten Grenzhäuser sehr schnell verlief, wurden die Kellergeschosse einfach mit Boden verfüllt. Heute finden sich die Grundmauern als Stahlspuren im Planum wieder.

© 2011  | sinai

Fluchttunnel

Gelungene Fluchten durch unterirdische Gänge, den sogenannten Fluchttunneln, wurden im Westen der Stadt gefeiert. Vorwiegend Studentengruppen aus dem Westen organisierten die schwierigen Grabungen in über acht Meter Tiefe vom Westen aus. Neben den Grundwasserproblemen tauchten immer wieder Schwierigkeiten mit den Grabungsrichtungen auf. Die Nachzeichnungen der Fluchttunnel tragen Ziffernergänzungen, die Auskunft über die Zahl der geglückten Fluchten geben.

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Relikte - Sondagen

Die Gedenklandschaft wird geprägt durch die authentischen Relikte. Diese ruhen teilweise auf dem Rasen – der Befundebene. Manchmal verstecken sie sich jedoch unter der sichtbaren Oberfläche. An vier Stellen wird für die Besucher ein Einblick in die zunächst verborgene Situation geschaffen, z.B. zeigt die Sondage zwischen Ackerstraße und Strelitzer Straße den offengelegten Keller eines Grenzhauses als wichtiges Exponat.

© 2011  | sinai

Relikte + Nachzeichnung

Das Planum ist die angelegte Such- und Befundebene. Frei von störenden Raumstrukturen treten die historischen Relikte in Erscheinung. Ergänzt wurden authentische Relikte durch sogenannte Re-Kartierungen aus rostigem Stahl.

 

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Nachzeichnung Versöhnungskirche

© 2011  | sinai

Nachzeichnungen

Bis in die 1960er Jahre wurde die Bernauer Straße begleitet durch eine geschlossene Blockrandbebauung. Zunächst wurden von den Grenztrupps die Fenster der Erdgeschosse zugemauert, dann die der Obergeschosse. Später wurde die Bebauung abgerissen; nur die Fassaden blieben als „Sperrmauer“ erhalten. Da der Abriss der sogenannten Grenzhäuser sehr schnell verlief, wurden die Kellergeschosse einfach mit Boden verfüllt. Heute finden sich die Grundmauern als Stahlspuren im Planum wieder.

 

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Hinterlandmauer

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Hinterlandmauer

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Hinterlandmauer

Die Hinterlandmauer schirmte die Bürger der DDR vom Todesstreifen ab. Nicht als massives Betongebilde, sondern als in Stahlträger eingespannte großformatige Betonplatten. Diese sind in weiten Teilen entfernt worden, die Stahlträger jedoch nicht. Die Fragmente bleiben erhalten und werden an den Fehlstellen durch eine Re_Kartierung aus Stahl ergänzt.

 

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Grenzmauer

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Grenzmauer

Entlang der Bernauer Straße lassen sich partiell Originalelemente der Grenzmauer finden. Dort, wo sie nach 1989 entfernt wurden, zeichnen Re-Kartierungen aus Stahl den historischen Mauerverlauf nach. Die vorhangartige Reihung von Rundstäben bildet dabei eine gedankliche Fortführung der von Mauerspechten freigelegten Bewehrungseisen. Wesentlicher Aspekt: die raumwirksame Nachbildung der Linie von ikonografischen Mauerwinkeln entlang der Bernauer Straße, die für „die Mauer“ an sich stehen. Sie stehen gleichzeitig für das Bauwerk wie auch für dessen Überwindung.

 

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Informationsstelen

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Informationsstelen

Die Gedenklandschaft erschließt sich sowohl über die emotionale Annäherung als auch kognitiv. Dementsprechend wird ein Angebot mit unterschiedlichen Informationsstelen gemacht; Bild- und Textstelen, Audio- und Videostelen sowie Fernrohrstelen mit Überblendungen aktueller Aufnahmen mit historischem Bildmaterial.

 

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Brandwände

© 2011 Christian Fuchs | on architektur

Brandwände

In direkter Nachbarschaft zum Planungsareal befinden sich mehrere Berliner Altbauten mit Brandwänden. Diese tragen großflächige Wandbemalungen nach historischen Vorlagen. Die Brandwände liegen an den signifikanten Punkten der Gedenklandschaft und stimmen thematisch auf die Inhalte der Ausstellung ein.

 

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Brandwände

© 2011 Christian Fuchs | on architektur

Brandwände

In direkter Nachbarschaft zum Planungsareal befinden sich mehrere Berliner Altbauten mit Brandwänden. Diese tragen großflächige Wandbemalungen nach historischen Vorlagen. Die Brandwände liegen an den signifikanten Punkten der Gedenklandschaft und stimmen thematisch auf die Inhalte der Ausstellung ein.

 

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Besucherzentrum

© 2011 P.Hausdorf | sinai

Besucherzentrum

© 2011  | sinai

Das Besucherzentrum

Das Besucherzentrum markiert die Ecke Bernauer Straße / Gartenstraße und symbolisiert mit den Fassadenausrichtungen das Abknicken der ehemaligen Mauer nach Norden. Die Fassade des Besucherzentrums aus rostigem, wetterfesten Baustahl unterstreicht die Zugehörigkeit zur Gedenkstätte. Das Innere des Gebäudes wird von Sichtbetonflächen und Zementestrich geprägt - robusten und ruppigen Oberflächen, die das Besucherzentrum als Fortführung der Außenausstellung und somit des Außenraums identifizieren.

 

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Grenzmauer

© 2011 P.Hausdorf | sinai

Grenzmauer

Entlang der Bernauer Straße lassen sich partiell Originalelemente der Grenzmauer finden. Dort, wo sie nach 1989 entfernt wurden, zeichnen Re-Kartierungen aus Stahl den historischen Mauerverlauf nach. Die vorhangartige Reihung von Rundstäben bildet dabei eine gedankliche Fortführung der von Mauerspechten freigelegten Bewehrungseisen. Wesentlicher Aspekt: die raumwirksame Nachbildung der Linie von ikonografischen Mauerwinkeln entlang der Bernauer Straße, die für „die Mauer“ an sich stehen. Sie stehen gleichzeitig für das Bauwerk wie auch für dessen Überwindung.

 

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Hinterlandmauer

© 2011  | sinai

Hinterlandmauer

Die Hinterlandmauer schirmte die Bürger der DDR vom Todesstreifen ab. Nicht als massives Betongebilde, sondern als in Stahlträger eingespannte großformatige Betonplatten. Diese sind in weiten Teilen entfernt worden, die Stahlträger jedoch nicht. Die Fragmente bleiben erhalten und an den Fehlstellen durch eine Re-Kartierung aus Stahl ergänzt.

 

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Grenzhäuser

© 2011  | sinai

Nachzeichnungen

Bis in die 1960er Jahre wurde die Bernauer Straße begleitet durch eine geschlossene Blockrandbebauung. Zunächst wurden von den Grenztrupps die Fenster der Erdgeschosse zugemauert, dann die der Obergeschosse. Später wurde die Bebauung abgerissen, nur die Fassaden blieben als „Sperrmauer“ erhalten. Da der Abriss der sogenannten Grenzhäuser sehr schnell verlief, wurden die Kellergeschosse einfach mit Boden verfüllt. Heute finden sich die Grundmauern als Stahlspuren im Planum wieder.

 

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Postenweg

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Postenweg

© 2011  | sinai

Postenweg

Der Postenweg führt mit seiner Länge von 1,3 km nahezu unverbaut durch die Gedenklandschaft: Als Rückgrat der Ausstellung verbindet er den Nordbahnhof mit dem Mauerpark und verknüpft dabei die vier Ausstellungsbereiche. Der Postenweg war ursprünglich aus Asphalt und Beton hergestellt. An den verlorengegangenen Streckenabschnitten markieren flach eingelegte Stahlplatten die ehemalige Trassenführung. Mit seiner rostigen Erscheinung bildet die Re-Kartierung Postenweg eine markante Besucherführung.

 

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Signalzaun

© 2011 P.Hausdorf | sinai

Signalzaun

© 2011  | sinai

Signalzaun

Der Signalzaun war bis 1989 eine kaum sichtbare Grenzsicherung. Unscheinbare Betonpfosten waren mit dünnen, horizontal verlaufenden Drähten als Impulsgeber versehen. Wurden die Drähte bei Fluchtereignissen berührt, löste dies in den Wachtürmen einen Alarm aus. Da sich Relikte kaum wiederfinden, wird dieses perfide System durch eine flach auf dem Boden liegende Strich-Linie dokumentiert.

 

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Fluchttunnel

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Fluchttunnel

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Fluchttunnel

Gelungene Fluchten durch unterirdische Gänge, den sogenannten Fluchttunneln, wurden im Westen der Stadt gefeiert. Vorwiegend Studentengruppen aus dem Westen organisierten die schwierigen Grabungen in über acht Meter Tiefe vom Westen aus. Neben den Grundwasserproblemen tauchten immer wieder Schwierigkeiten mit den Grabungsrichtungen auf. Die Nachzeichnungen der Fluchttunnel tragen Ziffernergänzungen die Auskunft über die Zahl der geglückten Fluchten geben. Sie erstrecken sich über das Planum aus Rasen hinweg bis weit in den öffentlichen Raum und sind ein wichtiges Instrument der alltäglichen Bewusstmachung.

 

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Wachturm

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Wachturm

© 2011  | sinai

Wachturm

Die Beobachtungstürme auf dem Mauerstreifen stehen per se für die Bewachung der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin. An der Strelitzer Straße beschreibt eine zwölf Meter hohe Stahlskulptur die exakte Lage und Größe des bis 1989 dort aufgestellten Wachturms des Bautyps BT09. Ein Originalturm befindet sich an der Bernauer Straße, Ecke Ackerstraße.

 

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Archäologisches Fenster

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Archäologisches Fenster

Die Gedenklandschaft wird geprägt durch die authentischen Relikte. Diese ruhen teilweise auf dem Rasen – der Befundebene. Manchmal verstecken sie sich jedoch unter der sichtbaren Oberfläche. An vier Stellen wird für die Besucher ein Einblick in die zunächst verborgene Situation geschaffen. Die Sondage zwischen Ackerstraße und Strelitzer Straße zeigt den offengelegten Keller eines Grenzhauses als wichtiges Exponat. Bei der Sondage an der Bergstraße wird die Geschichte der Straße thematisiert. Die Bergstraße ist bis heute die einzige noch verschlossene Straße nach Mauerfall. Zu sehen sind hier u.a. Fundamentreste, Mauerspuren und Kabel der Lichttrasse.

 

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Grundmauer Kirche der Versöhnung

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Grundmauern Kirche der Versöhnung

Die Gedenklandschaft wird geprägt durch die authentischen Relikte. Diese ruhen teilweise auf dem Rasen – der Befundebene. Manchmal verstecken sie sich jedoch unter der sichtbaren Oberfläche. An vier Stellen wird für die Besucher ein Einblick in die zunächst verborgene Situation geschaffen. Die Sondage zwischen Ackerstraße und Strelitzer Straße zeigt den offengelegten Keller eines Grenzhauses als wichtiges Exponat. Bei der Sondage an der Bergstraße wird die Geschichte der Straße thematisiert. Die Bergstraße ist bis heute die einzige noch verschlossene Straße nach Mauerfall. Zu sehen sind hier u.a. Fundamentreste, Mauerspuren und Kabel der Lichttrasse.

 

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Relikte - Sondagen

© 2011  | sinai

Sondage Grenzhaus

© 2011 P. Hausdorf | sinai

Grenzhaus Souterrain mit vermauertem Fenster

Die Gedenklandschaft wird geprägt durch die authentischen Relikte. Diese ruhen teilweise auf dem Rasen – der Befundebene. Manchmal verstecken sie sich jedoch unter der sichtbaren Oberfläche. An vier Stellen wird für die Besucher ein Einblick in die zunächst verborgene Situation geschaffen. Die Sondage zwischen Ackerstraße und Strelitzer Straße zeigt den offengelegten Keller eines Grenzhauses als wichtiges Exponat. Bei der Sondage an der Bergstraße wird die Geschichte der Straße thematisiert. Die Bergstraße ist bis heute die einzige noch verschlossene Straße nach Mauerfall. Zu sehen sind hier u.a. Fundamentreste, Mauerspuren und Kabel der Lichttrasse.

 

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Fenster des Gedänkens

© 2011 Christian Fuchs | on architektur

Fenster des Gedänkens

© 2011 Christian Fuchs | on architektur

Fenster des Gedenkens

© 2011  | sinai

Fenster des Gedänkens

© 2011 Christian Fuchs | on architektur

Fenster des Gedenkens

Das Fenster des Gedenkens ist der zentrale Gedenkbereich für die 136 Todesopfer an der Berliner Mauer. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Sophienfriedhofs parallel zu den Resten der dahinterliegenden Vorderlandmauer. Jedem Opfer wird mit einer bedruckten Glastafel in einer Nische gedacht. Unter der Nische befindet sich eine Textgravur, welche die Namen und Lebensdaten der einzelnen Opfer abbildet. Durch die gewählten Materialien ergibt sich eine sinnliche Überlagerung aus Portrait und Mauerkulisse.

 

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Ereignismarken

Die Ereignismarken markieren historische Ereignisorte. Die Textgravur beschreibt mit einem Schlagwort ein Ereignis. Zusätzliche Informationen lassen sich separat in einer Dokumentation nachlesen.

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Ereignismarken

Die Ereignismarken markieren historische Ereignisorte. Die Textgravur beschreibt mit einem Schlagwort ein Ereignis. Zusätzliche Informationen lassen sich separat in einer Dokumentation nachlesen.

 

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Brandwände

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Brandwände

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Brandwände

In direkter Nachbarschaft zum Planungsareal befinden sich mehrere Berliner Altbauten mit Brandwänden. Diese tragen großflächige Wandbemalungen nach historischen Vorlagen. Die Brandwände liegen an den signifikanten Punkten der Gedenklandschaft und stimmen thematisch auf die Inhalte der Ausstellung ein.

 

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Gedenkstätte Berliner Mauer


Die vorhandenen historischen Spuren an der Bernauer Straße werden mit einem differenzierten Gewebe aus topografischen Zeichen verknüpft und lesbar gemacht.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer
Die Gedenkstätte verläuft auf ca. 1,4 km entlang des ehemaligen Grenzstreifens zwischen Ost- und West-Berlin an der Bernauer Straße. Am historischen Ort, der 2006 auf Basis eines Beschlusses des Berliner Senats geschaffen wurde, erzählt die Gedenkstätte die Geschichte der Teilung Berlins. Hier, wo zahlreiche originale Bestandteile der Grenzanlage erhalten sind, kann der Besucher das authentische Geschehen in einer vielschichtig gestalteten Außenausstellung sowie im Besucherzentrum und im Dokumentationszentrum nachvollziehen. Zugleich bleibt Raum für das Gedenken an die Opfer und für Reflexion.

Außenausstellung
Die historischen Spuren der Berliner Mauer werden mit einem differenzierten Gewebe aus topografischen Zeichen verknüpft und auf einer Fläche von 4,2 ha entlang der Bernauer Straße lesbar gemacht. Vorhandene Relikte des Mauerbaus werden erhalten, verlorengegangene re-kartiert, die dominanten geschichtlichen Strukturen lesbar. Nicht alles gibt sich sofort zu erkennen - der Besucher wird zum Entdecker.

Topografie der Ereignisse
Ein dichtes Gewebe von Ereignissen zwischen 1961 und 1989 prägt den Raum zwischen dem Nordbahnhof und dem Mauerpark. Zahlreiche geglückte und erfolglose Fluchten, z.T. durch unterirdische Tunnel, Fluchtsprünge aus den Fenstern der Grenzhäuser, Besuche politischer Prominenz und Protestaktionen kennzeichnen die dichte Ereignisgeschichte des Quartiers. Die Freiraumplanung schält mit behutsamen Mitteln den Ort des Geschehens frei. Es entsteht ein offener, weit einsehbarer Raum - die Leere des Todesstreifens. In diese “landschaftliche” Weite fügen sich Nachzeichnungen aus rostigem Stahl und geben Auskunft über die nach 1989 verlorengegangenen Mauer- und Grenzspuren.

Freiräumliches Gesamtkonzept
Das Gesamtkonzept entsteht aus der sorgfältigen Formulierung eines zentralen Gedenkorts an die Opfer der Mauer sowie aus präzise dosierten Informationsangeboten. Durch die Einbeziehung des weitgehend erhaltenen ehemaligen Grenzstreifens der Berliner Mauer ist das Gedenk-Ensemble in seinen authentischen stadträumlichen Zusammenhang eine Einrichtung von internationaler Bedeutung. Die Authentizität des überlieferten Ortes mit seiner Ausstrahlung und mit der hier befindlichen bruchstückhaften Materialität ist für die Besucher ablesbar.
Obwohl diese Gedenklandschaft ein offener Stadtraum ohne klare Eingänge ist, hat sie eine thematische Ausstellungschoreografie. Der Abschnitt A hat das Thema „Die Mauer und der Todesstreifen“, Abschnitt B ist der „Zerstörung der Stadt“ und Abschnitt C dem Thema „Der Bau der Mauer“ gewidmet. Zwischen Brunnenstraße und Schwedter Straße, wo der Mauerabriss begann, wird die Ereignisgeschichte unter dem Thema „Es geschah an der Mauer“ dargestellt.


Dieser Beitrag wurde verfasst von Dr. Günter Schlusche, A. W. Faust | sinai

© 2012 Alle Rechte vorbehalten. • Letzte Aktualisierung am 24.08.2012.

Adresse

Bernauer Straße 105
13355 Berlin

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Zugang / Eintrittspreise

Bernauer Straße

Öffnungszeiten

Ausstellung Besucherzentrum
April - Oktober 9:30 bis 19:00 Uhr
November - März 9:30 bis 18:00 Uhr

Open-Air-Ausstellung
ganztägig

Anfahrt

ÖPNV

S-Bahnstation Nordbahnhof S1, S2, Bus Nr. 245, 247
U-Bahnstation Bernauer Straße U8,
Tram-Haltestelle Gedenkstätte Berliner Mauer

Projektdaten

Größe ca. 5 ha

Bausumme 9,8 Mio. € zuzügl. Neubau Besucherzentrum: 2,65 Mio € und Umbau Dokumentationszentrum: 2,5 Mio €

Bauherr
Stiftung Berliner Mauer
Baudurchführung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Grün Berlin GmbH

Auftraggeber
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung / Stiftung Berliner Mauer


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Planung & Konzeption

sinai
Faust.Schroll.Schwarz.

Lehrter Str. 57
10557 berlin

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Weitere Planungsbeteiligte:


Besucherzentrum

Mola Winkelmüller Architekten

Keithstraße 2-4
10787 Berlin

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permanente Open-Air-Ausstellung

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Graefestraße 25
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Grafik

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