Übersicht der Berliner Freiräume auf ParcView

©  DOM publishers | DOM publishers Wie alles begann

Als im Jahr 1987 die Berliner Gartenschau ihre Pforten öffnete, war nicht absehbar, in welchem Maße sich das Gesicht und die Bedeutung der Anlage in den kommenden Jahren wandeln sollten. Durch den Bau verschiedener authentischer Themengärten entwickelte sich aus dem Erholungspark Marzahn ein nationaler und internationaler Publikumsmagnet. Die nunmehr neun "Gärten der Welt", eingebettet in eine weitläufige Parkanlage, präsentieren eindrucksvoll Gartenkunst aus Asien, dem Vorderen Orient und Europa, werden aber gleichzeitig ihrer ursprünglichen Bedeutung als Ort der Entspannung und der Ruhe gerecht.

 

© 2011 Peter Tiedt | Peter Tiedt Chinesischer Garten

Der Garten entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Peking und erhielt seinen Namen "Garten des wiedergewonnenen Mondes" vom Institut für Klassische Gartenplanung Beijing (Peking). Der Mond, als traditionelles chinesisches Symbol für harmonische Einheit, steht hier als Sinnbild für die wiedergewonnene Einheit Deutschlands. Als klassischer Gelehrtengarten nach chinesischer Gartenbaukunst zeichnet er sich durch Schlichtheit und dezente Farben aus. Spezialisten aus Peking haben diesen größten Chinesischen Garten innerhalb Europas errichtet. Sein Zentrum bildet ein 4.500 Quadratmeter großer See. Dieser ist von Gebäuden, Brücken und Platzflächen umgeben. Das herausragenste Bauwerk des Gartens ist das Teehaus "Berghaus zum Osmanthussaft".

 

© 2011 Peter Tiedt | Peter Tiedt Japanischer Garten

Geplant vom Zen-Priester und Gartenkünstler Shunmyo Masuno, Yokohama, zeigt der 2.700 m² große "Garten des zusammenfließenden Wassers" Elemente des klassischen Zen-Stils. Er schuf eine in sich geschlossene Gartenwelt mit Pavillon, Teich, Wasserläufen, Trockengarten, imposanten Steinsetzungen und geharkten Kiesflächen, die seit Mai 2003 die Besucher verzaubert. Ein Rundweg erschließt die unterschiedlichen Gartenräume, deren zentraler Punkt ein kleines Gebäude, das so genannte Chaya, darstellt. Die topografisch sehr bewegte Gartengestaltung gewährt immer wieder einzigartige Momente. Der Garten wurde im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Tokio errichtet.

 

 

 

©  Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Balinesischer Garten

Der "Garten der drei Harmonien" entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Jakarta und wurde als Teil eines südbalinesischen Wohnhofs mit Tempeln angelegt. Das nach balinesischen Vorbildern entstandene Bauensemble ist nur ein Ausschnitt eines üblichen traditionellen Wohnkomplexes einer Familie auf Bali. Den tropischen "Urwald" bilden Baumfarne, Orchideen, Moose und der duftende Frangipani (Westindischer Jasmin), aber auch viele Pflanzen, die man als Zimmerpflanzen oder aus Botanischen Gärten kennt. Die Pflanzen werden nicht nach gestalterischen Kriterien, sondern nur rein nach ihrer Funktion, z.B. als Nahrungsmittel oder als Medizin, gepflanzt.

 

 

 

© 2011 Peter Tiedt | Peter Tiedt Koreanischer Garten

Er umfasst eine Fläche von ca. 3.000 Quadratmetern und zeichnet sich durch eine abwechslungsreich gestaltete Landschaft mit Hügeln und einem Wasserfall sowie durch ein mit vier Höfen gegliedertes Anwesen mit reichem Figurenschmuck und einem Pavillon aus. Der Garten ist ein Geschenk der Stadt Seoul an Berlin. Der "Seouler Garten" ist ein authentisches Beispiel koreanischer Gartenkultur. Die Grundlagen der koreanischen Kultur werden in der Gartengestaltung sichtbar: der volkstümliche schamanische Glaube in seiner Naturhaftigkeit, der Buddhismus in den fließenden Übergängen und der verschlungenen Wegführung und die Lehre des Konfuzius in seiner klaren räumlichen Gliederung. Diese drei Philosophien konkurrieren nicht miteinander; sie ergänzen sich in diesem "Garten der Freude im Einklang mit der Natur".

 

 

 

© 2011 Peter Tiedt | Peter Tiedt Orientalischer Garten

Die Gartentradition verschiedener islamischer Länder findet sich in dem von Mauern umschlossenen Wohnhof oder Riyad wieder. Der "Garten der vier Ströme" entspricht symbolisch dem Paradies, wie es im Koran beschrieben wird. Wasserspiele vervollständigen die Vorstellung vom Paradies. Eine Brunnenschale im Zentrum des Gartens, überdacht von einem Pavillon symbolisiert die Quelle. Den Besucher empfangen duftende Blumen, Rosen, Palmen, Fruchtgehölze und Wasserspiele sowie erlesenes Kunsthandwerk. Die Ornamentik im "Garten der vier Ströme" ist wesentlich: Kalligraphie und florale Arabesken finden sich an den Wänden, Holzschnitzereien am Pavillon und Holzmalerei in den Arkaden und im Pavillon.

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Karl-Foerster-Staudengarten

Der bereits zur Berliner Gartenschau 1987 entstandene Karl-Foerster-Staudengarten wurde, frei nach dem Foerster-Motto "Es wird durchgeblüht", nach zweijähriger Überarbeitungszeit im März 2008 wiedereröffnet. Es entstand ein "gartenkünstlerisches Doppelreich" aus formal architektonischen Elementen und frei gestalteten Naturgärten. Der formale innere Heckengarten mit seinen Prachtstauden und die umgebenden frei gestalteten Bereiche, deren Staudenpflanzungen an Gehölzsäume und Heidelandschaften erinnern, bilden zusammen mit dem Steingarten die wesentlichen, für Karl Foerster typischen Pflanzenbilder. Er ist ein Beispiel für die Gartenkunst Deutschlands und soll im Sinne Karl Foersters ein Ort der Schönheit, der Freude und der Versöhnung mit der Natur sein.

 

© 2007 Jürgen Hohmuth | Jürgen Hohmuth Irrgarten und Labyrinth

Seit dem Sommer 2007 können die Besucher des Parks zwei unterschiedliche, dennoch verwandte Formen der europäischen Gartenkunst erleben – einen aus 1.250 Eiben bestehenden Irrgarten nach dem Vorbild des Parks des britischen Königsschlosses Hampton Court bei London und ein Bodenlabyrinth nach dem Vorbild der gotischen Kathedrale von Chartres, Frankreich. Beide Formen thematisieren den Lebensweg und die Suche nach der Mitte, unterscheiden sich aber in ihrer Wegeführung. Dieser Unterschied wird erstmals in diesem einzigartigen Ensemble, aus Irrgarten und Labyrinth, deutlich gemacht.

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Italienischer Renaissancegarten

Im Mai des Jahres 2008 wurde unweit des Eingangs Blumberger Damm ein weiteres Projekt der "Gärten der Welt": der Italienische Renaissancegarten "Giardino della Bobolina" eröffnet. Er zeigt die frühe Gartenkunst Europas (14.-16. Jh.) und lässt den Besucher längst vergangene Gartenwelten erahnen. Der Garten gliedert sich in drei formale Bereiche: den steinernen Vorplatz mit seinen anmutigen Wasserspeiern, den Hauptgarten mit der wunderschönen Statue, der "Venus della Grotta" auch liebevoll "Bobolina" genannt, und den geheimnisvollen "Giardino segreto", der durch seine filigranen Staudenrabatten und geschnittenen Buxusskulpturen das Augenmerk auf die architektonischen Elemente des Gartens lenkt. Eine überdachte Loggia im Hauptgarten lädt zum Verweilen ein. Von dort aus blickt man auf imposante Brunnen, Terrakotten, antike Skulpturen, Wasserspiele und Kübelpflanzen.

 

© 2011 Peter Tiedt | Peter Tiedt Christlicher Garten

Im Frühling 2011 eröffnete in den "Gärten der Welt" ein Garten, dessen Thema die christliche Kultur ist. Hierbei wurde die Urform des Kreuzganges künstlich in eine zeitgenössische Symbol-, Zeichen- und Formsprache übersetzt. Es entstand ein quadratischer Garten, der sich auf besondere Weise in die natürlichen Gegebenheiten einpasst. Seinen Mittelpunkt bildet ein überquellender Wasserstein. Begrenzt wird er von einer Buchenhecke und einem goldfarben lackierten, aus einzelnen horizontal angeordneten Metallzeilen bestehenden Wandelgang. Die zwischen den Zeilen eingearbeiteten Texte entstammen zum Teil dem Alten, dem Neuen Testament und der Philosophie. Ältestes Zitat ist der erste Satz der Bibel: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde", aber auch Texte von Goethe, Bonhoeffer, Luther und vielen anderen sind vertreten.

©  Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Englischer Garten

Auf der ca. sechs Hektar großen Erweiterungsfläche der "Gärten der Welt" wird ab 2012 ein bis zu 5.000 m² großer Englischer Garten entstehen. Dieser wird nach den Plänen des Büros Austin•Smith:Lord aus Manchester – dem Wettbewerbsgewinner – gestaltet. Der zehnte Themengarten innerhalb der "Gärten der Welt" wird geprägt durch die traditionelle englische Landschaftsgestaltung mit einem kleinen Cottage, Cottagegarten, Rosen- und Staudengarten, einer Obstwiese und weiten Rasenflächen. Weitläufig geplante Wegeverbindungen, Sichtachsen und Blickbeziehungen werden die umgebenden Flächen erschließen und diese somit in die Gesamtanlage integrieren. Der neue Garten wird durch seine traditionelle Gestaltung eine weitere Attraktion der "Gärten der Welt".

©  Christian Seel | Christian Seel Tulpenfeld

© 2010 Frau Kleine-Uthmann | Frau Kleine-Uthmann Karl-Foerster-Staudengarten

©  Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Wechselbepflanzung

©  Frau Kleine-Uthmann | Frau Kleine-Uthmann Parkansicht

Stories

Der Japanische Garten

Der Chinesische Garten

Der Balinesische Garten

Der Orientalische Garten

Der Koreanische Garten

Irrgarten und Labyrinth

Karl-Foerster-Staudengarten

Der Italienische Renaissancegarten

Der Christliche Garten

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Der Japanische Garten

In enger Zusammenarbeit mit dem Senat von Berlin, der Partnerstadt Tokio und der Japanischen Botschaft konnte 2001 der Gartendesigner und Hauptpriester des Tempels Kenkohji, Mr. Prof. Shunmyo Masuno aus Yokohama, für diese Gartenidee gewonnen werden.

Schon die ersten uns vorgestellten Entwürfe, im Stil eines Wandelgartens, ließen erahnen, dass ein weiteres Gartenjuwel im Werden begriffen war. Allerdings zeigt sich auch ein weiteres Mal, dass das Wesen der asiatischen und im Besonderen das der japanischen Gartenarchitektur für uns Europäer nicht so ohne weiteres zu begreifen war und erst mit dem, im Werden begriffenen Garten konnten wir ein wenig die japanische Philosophie und Lebensweise verstehen. Ein angelegter Rundweg – ein Weg, der als Zeitachse verstanden werden kann – leitet den Besucher durch drei Bereiche mit jeweils völlig unterschiedlichem Charakter. Die Bereiche fügen sich zu einer Einheit, deren Mitte ein Pavillon bildet, das so genannte Chaya. Die gesamte Gestaltungsidee beruht auf einem symbolischen Konzept von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bei der Auswahl der für den Garten so wichtigen Natursteine, welche durch großes Glück nach langem Suchen in Grottendorf/ Erzgebirge gefunden wurden, bekamen wir einen Eindruck in die japanische Philosophie. Es wurde nicht über die möglichen Steine diskutiert oder beraten, sondern Mr. Shunmyo Masuno deutete lediglich mit einer Hand auf die für ihn besonders wichtigen Steine. Es entstand in zwei Baujahren ein Garten, dessen Leitidee, der Wunsch nach einem friedlichen Miteinander, gemäß der Idee – in der Verschmelzung Harmonie finden wie zusammenfließendes Wasser – sehr deutlich wird. Der Japanische Garten wurde am 30. April 2003 eröffnet. Durch den Chinesischen Garten und den Japanischen Garten waren Kulturen vertreten, die durch den Glauben an Konfuzius in China und den Buddhismus in Japan geprägt wurden. Somit waren bereits zwei große Weltkulturen und Weltreligionen vertreten – was lag näher als ein weiteres Gartenbild aus einem dritten Kultur- und Religionskreis zu erschaffen.

 

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Taihu-Steine

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Steinlaterne

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Löwen China

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weißer Löwe

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Langes Leben

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Eingang

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Westlicher Eingang

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Wegepflasterung

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Steinwege

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Der Chinesische Garten

Fachleute und politisch Verantwortliche waren sich darin einig, dass der Chinesische Garten kein pittoreskes Schauobjekt werden sollte, keine Nachbildung, sondern eine Neuschöpfung, deren Form und Gestalt dem entspricht, was Chinas Jahrtausende alte Gartenkunst hervorgebracht hat.

In diesem Sinn wurde der „Garten des wiedergewonnenen Mondes“ nach einem Plan des Pekinger Instituts für klassische Gartenarchitektur erschaffen. In drei Bauabschnitten entstand von 1997 – 2000, errichtet von chinesischen Spezialisten der unterschiedlichsten Fachrichtungen und unter Anweisung von Mr. Jin Bo Ling, dem planenden Architekten, und Mr. Yan Kai Xiang, dem Bauleiter, die 2,7 ha große Anlage. Ein ganz entscheidendes Merkmal ist die Authentizität und die traditionelle Bauweise des Gartens. So war es wichtig, dass alle Materialien - kostbare Hölzer, Steine, Felsen, Skulpturen und Möbel - aus Peking nach Berlin gebracht wurden und dass das über Jahrtausende erworbene Fachwissen der chinesischen Architekten, Ingenieure und Handwerker den Bau maßgeblich gestaltete. Entstanden ist ein klassischer chinesischer Gelehrtengarten, der sich durch Schlichtheit und dezente Farben - vorrangig grau, weiß und rot - auszeichnet. Ein 4.500 Quadratmeter großer See - der Himmelsspiegel - mit den beeindruckenden Taihu-Steinen bildet das Zentrum und gibt Raum für eine Zickzackbrücke, verschlungene Uferwege, Inseln und für sein Teehaus, „Berghaus zum Osmanthussaft“ genannt. Als der Garten am 15. Oktober 2000, bei recht trübem Wetter aber mit fünf weithin sichtbaren großen roten Ballons, eröffnet wurde, ahnte niemand, dass mit dem „Garten des wiedergewonnenen Mondes“ der Grundstein für die Erfolgsstory der „Gärten der Welt“ gelegt wurde. Bereits am 1. besucheroffenen Wochenende strömten mehr als 15.000 Gäste in den Garten und verdeutlichten erneut das Interesse für die asiatische Kultur und das Außergewöhnliche.

 

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Bau Bali

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Blickwinkel

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Balinesische Laterne

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Frangipani

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Bali

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Eingang zur Wohnanlage

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Orchideen

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Der Balinesische Garten

Mitte September 2002 begannen die Bauarbeiten zu einem Garten aus dem hinduistischen - balinesischen Kulturkreis. Einem Kulturkreis, der das, was wir in Europa als Garten bezeichnen, nicht kennt. Definiert man jedoch den Garten als Lebensraum, in dem Balinesen die Harmonie finden, die für ihr Leben so bedeutend ist, ist er gleichsam Wohn- und Arbeitsraum, Raum für Feierlichkeiten und ein Ort, an dem den Ahnen mit Respekt begegnet werden kann.

Es entstand durch die Planung und die Baubegleitung von I Putu Edy Semara, einem jungen balinesischen Architekten, der Balinesische „Garten der drei Harmonien“, einem Gartenensemble, das alle wesentlichen Aspekte des Glaubens, einen Tempelbereich mit 4 Schreinen, aber auch die traditionellen Gebäude (das sogenannte Bale Dangin) eines Wohnhofes und eine tropische Bepflanzung in sich vereint. In den Schreinen werden die Ahnen verehrt (Kemulan-Schrein), dem Übermittler von Botschaften der Ahnen gehuldigt (Taksu-Schrein) oder dem Sekretär der Götter geopfert (Ratu Ngurah-Schrein). Im vierten Schrein (Surya-Schrein) werden der Sonnengott (Surya) und die Natur geehrt. Dieser Garten, in einem Gewächshaus gelegen, ist der Kleinste unserer Gärten. Seine hohe Luftfeuchtigkeit, die auf Grund der tropischen Pflanzen erforderlich ist, lässt die roten Backstein – Mauern und Schreine manchmal in einem mystischen Nebel verschwinden und die Baumfarne recken ihre majestätischen Wedel gen Himmel. Manch ein Besucher wünscht sich auf dem Bale Dangin, dem zentralen Gebäude des Wohnhofes, ein kleines „Mittagsschläfchen“ machen zu können. Warm genug wäre es in jedem Fall. An die Wohnlage gelegen schließt sich der Garten an. Die Gewächse darin werden nicht nach gestalterischen Kriterien, sondern nur rein nach ihrer Funktion – etwa als Nahrungsmittel, Medizin oder Schattenspender gepflanzt. Am 18. Dezember 2003 wurde der Balinesische Garten eröffnet. Aber auch heute noch ist er an balinesischen Festtagen mit all seinem traditionellen Schmuck versehen.

 

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Ein Garten entsteht

© 2005 Büro Louafi | Büro Louafi

Pavillon

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Wandarbeiten

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Wandschmuck

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Wasserbögen

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Schriftzeichen

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Der Orientalische Garten

Als die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 die Welt veränderten und eine Verständigung einzelner Kulturen kaum noch möglich, ein friedliches Miteinander fast undenkbar schien, entstand die Idee eines Gartens aus dem islamischen Kulturkreis, der Orientalische „Garten der vier Ströme“.

Dieser Garten konnte und kann einen Beitrag leisten, kulturelle, religiöse und zwischenmenschliche Grenzen zu überwinden und den Dialog der Kulturen wieder zu beleben. Zur Verwirklichung dieser Idee konnte Kamel Louafi, ein aus Algerien stammender in Berlin lebender Landschaftsarchitekt, gewonnen werden. Er schien uns durch seine Kenntnisse des islamischen und des europäischen Kulturkreises bestens für diese Aufgabe geeignet. Es entstand ein typischer Riyâd, ein allseitig umschlossener Gartenhof, der die wesentlichen und immer wiederkehrenden Grundsätze des „Pairi-daeza“ - des Paradieses - in sich vereinte. In nur zwei Jahren Bauzeit erschufen marokkanische und deutsche Spezialisten gemeinsam eine ganz eigene, farbenfrohe nach Grundsätzen der Koransuren gestaltete Gartenwelt. Der „Garten der vier Ströme“ ist vierteilig angelegt, mit Wasserspielen und einer im Zentrum in einem Pavillon stehenden Brunnenschale. Er ist aber auch ganz traditionell ein Nutzgarten: Nutzpflanzen wie Quitte, Orange, Granatapfel und Dattelpalme sowie Korkeichen und Mispeln sind hier ebenso vertreten wie Gewürzpflanzen; Lavendel, Salbei und Minze verströmen ihren Duft. Hinzu kommen die Pflanzen, die dem Garten seinen paradiesischen Blumenteppich verleihen: Rosen, Flieder, Magnolien und Lilien. Bei der Zusammensetzung gelten immer die orientalischen Gestaltungsprinzipien: Schatten, Farbe, Duft und Geschmack. Im islamischen Raum werden Wände mit Ornamenten dekoriert. Vorrangig wird hierbei auf drei Formen zugegriffen: Kalligraphie, stilisierte Pflanzenranken (Arabesken) und geometrische Dekorationen. Im „Garten der vier Ströme“ gibt es Kalligraphie, Pflanzenranken an den Wänden, Holzschnitzereien am Pavillon und Holzmalerei in den Arkaden und im Pavillon. Die Muster der Bodengestaltung gleichen einem Teppich. Hierbei handelt es sich um traditionelle Fliesenmuster. Der Orientalische Garten wurde am 1. Juli 2005 eröffnet.

 

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Sot Dae

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Beok Su

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Pavillon

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Eingangsbereich

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Bau Korea

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Der Koreanische Garten

Der Koreanische „Seouler Garten“, ebenso einzigartig wie alle Gärten, kam ganz anders zu uns. Er wurde der Stadt Berlin und den „Gärten der Welt“ vollständig geschenkt – und wie das so ist, mit Geschenken, die man nicht wirklich kennt, stellte uns diese Idee vor eine große Herausforderung.

Innerhalb von nur 7 Monaten errichteten die Koreanischen Spezialisten, nach den Plänen von Woon Sung Oh und Sung Long Lee, einen rd. 4000 qm großen Garten mit einer sehr bewegten Topographie und mehreren traditionellen Gebäuden. Dieser wurde am 31. März 2006 eröffnet. Die Gestaltung von koreanischen Gärten wird durch drei Philosophien beeinflusst: dem volkstümlichen schamanischen Glauben, dem Buddhismus und den Lehren des Konfuzius. Die naturnahe Anlage lässt sich auf das schamanische Weltbild zurückführen, die klare räumliche Gliederung auf die Lehren des Konfuzius, während die fließenden Übergänge zwischen Architektur und Natur sowie die geschwungenen Wege die buddhistische Lebensphilosophie veranschaulichen. Vorbild für unseren „Seouler Garten“ ist das um 1516 erbaute „Haus der einsamen Freude“ des Konfuzianers Eon Jeok Lee. Der ummauerte Pavillon und die Höfe („Ma-Dang“ genannt) werden von einer Landschaft umgeben, die an die Naturlandschaft Koreas erinnern soll. So sind Kiefern, Bambus, Eichen und Fächerahorn einige der verwendeten Baumarten. Vor den Mauern der Höfe und an den Wegen stehen Figuren, weil dem schamanischen Glauben zufolge eine Geisterwelt parallel zur Welt der Menschen existiert. Die hohen Pfähle mit abstrakten Vögeln heißen „Sot Dä“ und sind die Boten, die die Gebete der Menschen zu den Geistern in die oberen Welten tragen. Aber es gibt noch weitere große und kleine Figuren – wie die Buk Su -, die dem Wohlergehen der Menschen dienen sollen.

 

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Irrgarten und Labyrinth

Das Projekt „Gärten der Welt“ zeigte bislang Beispiele der internationalen Gartenkunst aus dem Orient und den Ländern Asiens. Mit dem Ensemble aus Irrgarten und Labyrinth, durch Thomas Michael Bauermeister, Gruppe F Landschaftsarchitekten (Berlin), ist eine Anlage entstanden, die zu den ältesten Gestaltungselementen der europäischen Gartenkunst zählt.

Labyrinth und Irrgarten stellen zwei verwandte Kunstformen dar, die sich hinsichtlich der Wegeführung unterscheiden. Dem Irrgarten, bestehend aus übermannshohen Eibenhecken wurde ein gepflastertes Labyrinth gegenüber gestellt, nicht zuletzt, um allen Besuchern den Unterschied zwischen beiden Anlagen erfahrbar zu machen. Beide Bereiche wurden am 22. Juni 2007 eröffnet. Labyrinth Im Labyrinth gibt es nur einen Weg, der zur Mitte und wieder heraus zum Eingang führt. Allerdings verläuft der Weg in vielen Windungen, so dass Geduld und Konzentration gefragt sind. Der Besucher muss nicht selbst den richtigen Weg finden. Er wird geführt und kann sich auf sich selbst und seinen „Lebensweg“ besinnen. Seine Gedanken können sich nach innen richten. Im klassischen Labyrinth waren es sieben Umgänge, die durchlaufen werden mussten, ehe man zur Mitte gelangte (Kretisches Labyrinth). Zu den berühmtesten Labyrinthen der Welt gehört das Bodenmosaik in der gotischen Kathedrale von Chartres, Frankreich, das als Vorbild für das Labyrinth in den „Gärten der Welt“ diente. Irrgarten Im Unterschied zum Labyrinth besitzt der Irrgarten ein komplexes Wegesystem mit Kreuzungen und Sackgassen. In das Zentrum gelangt man erst durch eigene Mühe. Zahlreiche Abzweigungen und im „Nichts“ endende Wege zwingen den Wanderer, sich ständig neu zu orientieren und zu entscheiden, um ans Ziel zu gelangen. Auch der Weg zurück zum Eingang bedarf einiger Anstrengungen. Hier ist also auch eine nach außen gerichtete Konzentration nötig. Der Irrgarten in den „Gärten der Welt“ hat die Anlage im Garten des britischen Königsschlosses Hampton Court zum Vorbild, die als einer der ältesten in Europa gilt und über die Jahrhunderte weitgehend unverändert erhalten blieb.

 

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Karl-Foerster-Staudengarten

Der überarbeitete und erweiterte Karl-Foerster-Staudengarten als Beispiel deutscher Gartenbaukunst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde am 9. März 2008 eröffnet - exakt am 134. Geburtstag Karl Foersters. Der Garten entstand 1987 zur Berliner Gartenschau. Damit wird die Marzahner Kollektion internationaler Gartenschmuck¬stücke um einen zeitgenössischen deutschen Beitrag zur Gartenkultur bereichert.

Karl Foerster, der Staudenzüchter, Gärtner und Schriftsteller, der vor knapp 100 Jahren seine Gärtnerei in Potsdam-Bornim eröffnete, hat mit seinem Garten, den Büchern und vor allem den vielen Einführungen von Wild- und Kulturstauden die deutsche und internationale Gartenkultur nachhaltig beeinflusst. Mit seinen einprägsamen Ideen vom ‚Automatischen Blütengarten‘, ‚Dem Garten für intelligente Faule‘ oder dem ‚Garten der sieben Jahreszeiten‘ schrieb Karl Foerster Gartengeschichte und hinterließ starke Spuren in der Gestaltung von öffentlichen und privaten Gärten. So ist das heute selbstverständliche Wachsen von Ziergräsern in den Gärten nicht zuletzt seiner Werbung von Vegetationsbildern nach dem Vorbild der Natur zu verdanken. Sein Buch vom ‚Einzug der Gräser und Farne in die Gärten‘ (1957) war eine der Inspirationen für den bauleitenden Gartenhistoriker Dr. Johannes Schwarzkopf (Potsdam), der das Gesamtkonzept federführend entwarf sowie für den Landschaftsplaner Christian Meyer (Berlin), der als Pflanzenkenner die Bepflanzung konzipierte. Der zentrale, durch eine türkisblaue Holzpergola geprägte Gartenbereich zeigt auf geometrischen Beeten eine Auswahl von Prachtstauden. Streng geschnittene Buchsbaumhecken geben den anspruchsvollen Pflanzungen einen Rahmen. Mit mehreren Tausend gesetzten Blumenzwiebeln von Buschwindröschen, Krokus, Schneeglanz, Wildnarzisse und Tulpe soll ein weiterer Anspruch Karl Foersters zur ganzjährigen Attraktivitätssteigerung der Gärten unterstrichen werden: ‚ ... Es wird durchgeblüht! ‘.

 

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Der Italienische Renaissancegarten

Als weiteres Beispiel europäischer Gartenkunst wurde der „Giardino della Bobolina“ am 31. Mai 2008 feierlich eröffnet.

Die Besucher können den Garten über zwei Treppenaufgänge erreichen. Geschnittene Buchsbaumhecken, kunstvoll gearbeitete Wege, Steinbänke, Skulpturen, eine große Brunnenschale und viele Kübelpflanzen in Terrakottagefäßen laden zur Zeitreise ein. Klare Formen, eine Beschränkung der Stilmittel und eine überschaubare Größe zeichnen einen idealen Renaissancegarten aus. Der Renaissancegarten in den „Gärten der Welt“ folgt diesen Idealen und will allen Besuchern den einmaligen Zauber der berühmten Villengärten der Toskana vermitteln. Die neue Anlage trägt den Namen „Giardino della Bobolina“ und nimmt damit Bezug auf eine 1,30 Meter hohe Marmor-Figur, die im Hauptgarten des neuen Gartens platziert wurde. „Bobolina “ ist die Venus der Grotte aus den Boboli-Gärten in Florenz, einem der bekanntesten italienischen Gärten des 16. Jahrhunderts. Sie wurde von Giambologna (Giovanni Bologna), einem flämisch-italienischen Bildhauer (1529 – 1608), geschaffen und ist eine der populärsten Gartenfiguren in Florenz. Dem Planer des Berliner Landschaftsarchitekturbüros LEVIN MONSIGNY – Luc Monsigny - stand dabei der Garten- und Landschaftsarchitekt Luigi Latini aus Florenz als fachkundiger Berater zur Seite. Im Hauptgarten ist das Kieselpflaster ein besonderer Schmuck. Weiße Marmorkiesel werden durch schwarze Marmorkiesel eingerahmt. Im Giardino segreto gibt es Kieswege, um so ein typisches Motiv der Renaissancegärten aufzugreifen, das dem eher „privaten“ Ambiente dieses Gartenteils gerecht wird. Hier befindet sich eine weitere Skulptur. Der „Idolino“ ist eine 1,46 m große Statue, die nach einem klassischen griechischen Vorbild entstand und ein Schönheitsidol eines Mannes darstellt. Die Platten, Pflaster und Treppenstufen ringsum bestehen aus einem hellgrauen Sandstein, so wie dies in den früheren Renaissancegärten Italiens oft üblich war. Eine besondere Bedeutung für die Ausgestaltung haben die Einfassungs¬mauern, die die Gartenräume definieren. Sie sind aufwändig gestaltet mit verschiedenen Nischen, Fenstern, Durchgängen und vorgelagerten Säulen.

 

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Der Christliche Garten

Nach einer intensiven Planungs- und Bauzeit, durch das Büro Relais Landschaftsarchitekten mit Mariane Mommsen und Gero Heck, wurde am 29. April 2011 der Christliche Garten eröffnet. Er ist eine Bereicherung für den Dialog zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Glaubensrichtungen in den „Gärten der Welt“. In formaler, architektonischer Hinsicht hat die Kreuzform, das Urmuster christlicher Gartenanlagen, wie es sich zuerst im Kreuzgang der Klöster realisierte, maßgeblich die Entwicklung der europäischen Gartenkultur vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert bestimmt. Am Renaissancegarten und am Karl-Foerster-Staudengarten lässt sich dies leicht nachvollziehen.

Viel weitreichender als die unterschiedlichen Gartenformen sind die Sinnbilder, die in der christlichen Kultur für das Bild des Gartens stehen. So wird in der Vorstellung des Menschen das Himmlische Paradies mit einem Garten gleichgesetzt. Einige der symbolischen Bedeutungen haben sich im Laufe der Zeit in den Bereich der privaten Gärten übertragen und bis heute ihre Gültigkeit beibehalten. So steht die Farbe Weiß für Reinheit, die Rose für die Liebe. Der künstlerisch-gartenarchitektonisch überlieferte Raumtypus wurde im Christlichen Garten in eine moderne Symbol-, Zeichen- und Formsprache weiterentwickelt. Die Wände und Dächer bestehen aus Schriftelementen, die aus Aluminium gegossen wurden. Man betritt also einen Raum der Sprache. Das zentrale Gestaltungsthema ist aber Licht und Schatten, weil sich die Sonnenstrahlen im goldenen Schimmer des Metalls fangen. Ab dem Sommer 2005 beinhaltete das Konzept der „Gärten der Welt“ vier Gärten aus unterschiedlichen Kulturkreisen, deren eigentliche Besonderheit darin besteht, dass deren Gestalt durch die Religionen des jeweiligen Kulturkreises geprägt ist: der Chinesische (Taoismus), der Japanische (Buddhismus), der Orientalische (Islam) und der Balinesische (unter anderem Hinduismus). Der europäische Kulturkreis war zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Garten vertreten. Traditionelle Wurzeln für einen europäischen Garten findet man im christlichen Glauben. So entstand der jüngste Garten in Berlin Marzahn-Hellersdorf als „Christlicher Garten“. Neben Textpassagen aus dem Alten Testament und dem „Vater unser“ gibt es auch Texte von Hildegard von Bingen, Goethe, Luther u.v.m. Insgesamt gibt es Passagen in 13 unterschiedlichen Sprachen.

 

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© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Wasserspiele und Pavillon 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Deckenschmuck 

 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Der Gartenhof 

 

 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Mispeln im Orientalischen Garten 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Das Tor zum Paradies 

 

©  Holger Koppatsch | Holger Koppatsch Der Orientalische Garten 

 

 

 

 

© 2011 Peter Tiedt | Peter Tiedt Orientalischer Garten 

Die Gartentradition verschiedener islamischer Länder findet sich in dem von Mauern umschlossenen Wohnhof oder Riyad wieder. Der "Garten der vier Ströme" entspricht symbolisch dem Paradies, wie es im Koran beschrieben wird. Wasserspiele vervollständigen die Vorstellung vom Paradies. Eine Brunnenschale im Zentrum des Gartens, überdacht von einem Pavillon symbolisiert die Quelle. Den Besucher empfangen duftende Blumen, Rosen, Palmen, Fruchtgehölze und Wasserspiele sowie erlesenes Kunsthandwerk. Die Ornamentik im "Garten der vier Ströme" ist wesentlich: Kalligraphie und florale Arabesken finden sich an den Wänden, Holzschnitzereien am Pavillon und Holzmalerei in den Arkaden und im Pavillon.

 

 

© 2012 Grün Berlin | Grün Berlin Der Pavillon am Gebirgsbach 

 

 

© 2012 Grün Berlin | Grün Berlin Kleine Beok Su 

 

 

© 2012 Grün Berlin | Grün Berlin Blick auf die Sot Dae 

 

 

© 2012 Grün Berlin | Grün Berlin Gebirgsbach im Herbst 

 

 

© 2012 Grün Berlin | Grün Berlin Blick auf den Gye Jeong 

 

 

© 2012 Grün Berlin | Grün Berlin Lehmmauern 

 

© 2012 Grün Berlin | Grün Berlin Eingangstor 

 

© 2012 Grün Berlin | Grün Berlin Der Eingang 

 

 

 

 

© 2011 Peter Tiedt | Peter Tiedt Koreanischer Garten 

Er umfasst eine Fläche von ca. 3.000 Quadratmetern und zeichnet sich durch eine abwechslungsreich gestaltete Landschaft mit Hügeln und einem Wasserfall sowie durch ein mit vier Höfen gegliedertes Anwesen mit reichem Figurenschmuck und einem Pavillon aus. Der Garten ist ein Geschenk der Stadt Seoul an Berlin. Der "Seouler Garten" ist ein authentisches Beispiel koreanischer Gartenkultur. Die Grundlagen der koreanischen Kultur werden in der Gartengestaltung sichtbar: der volkstümliche schamanische Glaube in seiner Naturhaftigkeit, der Buddhismus in den fließenden Übergängen und der verschlungenen Wegführung und die Lehre des Konfuzius in seiner klaren räumlichen Gliederung. Diese drei Philosophien konkurrieren nicht miteinander; sie ergänzen sich in diesem "Garten der Freude im Einklang mit der Natur".

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Blick auf die Wohnanlage 

 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Blickwinkel 

 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Bale Dangin 

 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Blick auf die Schreine 

 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Vorraum 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Eingang Bali 

 

 

© 2012 Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Eingang zur Wohnanlage 

 

 

 

 

©  Grün Berlin GmbH | Grün Berlin GmbH Balinesischer Garten 

Der "Garten der drei Harmonien" entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Jakarta und wurde als Teil eines südbalinesischen Wohnhofs mit Tempeln angelegt. Das nach balinesischen Vorbildern entstandene Bauensemble ist nur ein Ausschnitt eines üblichen traditionellen Wohnkomplexes einer Familie auf Bali. Den tropischen "Urwald" bilden Baumfarne, Orchideen, Moose und der duftende Frangipani (Westindischer Jasmin), aber auch viele Pflanzen, die man als Zimmerpflanzen oder aus Botanischen Gärten kennt. Die Pflanzen werden nicht nach gestalterischen Kriterien, sondern nur rein nach ihrer Funktion, z.B. als Nahrungsmittel oder als Medizin, gepflanzt.

Gärten der Welt in Berlin Marzahn-Hellersdorf


Neun fremde Gartenwelten laden zum Staunen ein: Gärten aus China, Japan, Korea, dem Orient und Bali sowie der Karl-Foerster-Staudengarten und der Italienische Renaissancegarten. Bei Kindern ganz besonders beliebt sind der Irrgarten und das Labyrinth. Im Jahr 2011 wurde der Christliche Garten eröffnet. Die Eröffnung des neuen Englischen Garten ist für 2014 geplant.


Dieser Beitrag wurde verfasst von Beate Reuber | GrünBerlin

© 2012 Alle Rechte vorbehalten. • Letzte Aktualisierung am 31.08.2012.

Adresse

Eisenacherstr. 99
12685 Berlin (Marzahn-Hellersdorf)

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Zugang / Eintrittspreise

Eingänge:
Eisenacher Straße 99
Blumberger Damm
Kienberg / Siegmarstr. Am Wochenende ab 9.00 Uhr

Eintrittspreise:
Hauptsaison: 3,00 €/erm. 1,50 €
Anfang November bis Ende März: 2,00 € / 1,00 €

Öffnungszeiten

Kassenöffnung:
tgl. ab 09.00 Uhr
bis 16.00 Uhr (November – Februar)
bis 18.00 Uhr (März, Oktober)
bis 20.00 Uhr (April – September)

Öffnungszeiten der Themengärten:
tgl. ab 09.00 Uhr
Japanischer Garten: wochentags ab 12.00 Uhr

Ganzjährig geöffnet:
Chinesischer Garten
Italienischer Renaissancegarten
Irrgarten und Labyrinth
Karl-Foerster-Staudengarten
Balinesischer Garten
Christlicher Garten

Anfahrt

ÖPNV

Eingänge:
Eisenacher Straße 99
(U5 Hellersdorf/Bus 195)
Blumberger Damm
(S7 Mehrower Allee/Bus X69)
Kienberg / Siegmarstr. Am Wochenende ab 9.00 Uhr
(S5/U5 Wuhletal/Bus 291)

PKW

Auto:
A10 (Berliner Ring) Abfahrt Berlin-Marzahn (3), L33 bis Landsberger Allee/Blumberger Damm, Beschilderung folgen;
Stadtmitte: Frankfurter Allee (B1/B5) bis Alt Biesdorf/Blumberger Damm, Beschilderung folgen;
Parkmöglichkeiten an beiden Eingängen vorhanden

Projektdaten

Weitere Informationen (Links)

Planung & Konzeption

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